Hilfe für brennende Probleme
Ein Unternehmen für feuerfesten Spezialbeton baut neue Wartungs-
und Verwaltungsräume auf dem ehemaligen Kasernengelände in
Wanheim. Die Nähe zu HKM und Thyssen ist bewusst gewählt.
Das Baugrundstück auf dem ehemaligen Kasernengelände an der
Kaiserswerther Straße in Wanheim füllt sich. Noch besteht die
riesige Fläche hinter den weißen Requisisten-Containern der Oper
aus großen Kieshügeln und matschigen Parzellen. Doch große
Abschnitte davon sind bereits vergeben. Auch die Firma Beck und
Kaltheuner setzte gestern neben ihrem großen Bauschild zum
ersten Spatenstich an. Das Unternehmen produziert feuerfesten
Spezialbeton für Stahlwerke. Auf dem ehemaligen Kasernengelände
sollen nun vor allem die für Reparaturen nötigen Maschinen
gewartet und instand gesetzt werden.
Einzug bereits im März 2005
Ihren Hauptsitz hat die Firma Beck und Kaltheuner im sauer-
ländischen Plettenberg. Eine kleine Niederlassung gab es zwar
bereits in Huckingen, Platzmangel und umständliche Zufahrten
machten allerdings einen Umzug nötig. Lager- und Wartungshallen
sowie die Verwaltung sollen bereits nach sechs Monaten Bauzeit
im März kommenden Jahres in unmittelbarer Nachbarschaft des
Fernwärmewerkes der Stadtwerke eröffnet werden.
Rund eine Million Euro investiert das sauerländische Unternehmen
in die 450 Quadratmeter großen Hallen und das 420 Quadratmeter
große Verwaltungsgebäude. Der neue, größere Standort im
Duisburger Süden wurde aufgrund der Nähe zu beispielsweise
HKM oder Thyssen bewusst gewählt. Aus dem feuerfesten
Spezialbeton der Firma Beck und Kaltheuner werden vor allem
die Rinnen-Systeme in Stahlwerken gebaut, durch die die heiße Schlacke abfließt.
Die müssen Temperaturen bis zu 1500 Grad
Stand halten, erklärt Bernd Oberholz, Zweigstellenleiter am neuen
Standort. Lediglich vier Unternehmen in der Bundesrepublik hätten
sich auf dieses Nischenprodukt spezialisiert.
Wenn eine der Abfluss-Rinnen in den belieferten Stahlwerken
beschädigt sein sollte, dann müssen die Mitarbeiter des Unternehmens
innerhalb kürzester Zeit anrücken. Sonst würde die
Produktion gestoppt, erläutert Oberholz. In nur zwei Stunden, so
sagt er, seien die Monteure vor Ort. Vom 150 Kilometer entfernten
Plettenberg sei das nicht immer möglich.15 Mitarbeiter werden daher
künftig in Wanheim stationiert sein - dort wo auch die Maschinen
untergebracht werden, die für die Reparaturen nötig sind.
Das Bauvorhaben
Die Duisburger Wirtschaftsförderung (GFW) half bei der Grund-
stückssuche im Duisburger Süden, der Generalunternehmer
GARTENSTADT wird die Halle bauen. Sie sind dann nur einige
Kilometer vom bisherigen, kleineren Standort in Huckingen entfernt.
Erschienen in Rheinische Post, Oktober 2004
